Die Narren rufen: Fasching in Oy, ahoi

Klamauk - Beifall für gelungene Darbietungen

«Fasching in Oy - Ahoi!» tönt es immer wieder durch das Kurhaus. Die fast 300 Besucher der ersten Narrensitzung erleben das, was sie schon seit vielen Jahren gewöhnt sind: Viele fesche Gardemädchen, jede Menge Klamauk, absolute Gaudigestalten wie Wendel und Alfons sowie Büttenredner, bei denen sich das Publikum biegt vor Lachen. Versäumt ist noch nichts, denn Faschingspräsident Georg Guggemoos verweist auf Restkarten für die beiden Wiederholungstermine kommendes Wochenende.

Viele junge Darsteller

Vielfältig und vor allem jung ist der Fasching in Oy. Junge Darsteller sind klar in der Überzahl, denn es klappt laut Guggemoos nur, wenn man den Nachwuchs frühzeitig einbindet. Dass der Faschingsverein dadurch viele unbekümmerte und Herz erfrischende Farbtupfer dazugewinnt, wird schon beim «Zollhauser Märchen» deutlich: Zwei «hässliche Schwestern» versuchen letztlich vergeblich, den eingebildeten Prinzen («Ich bin so schön!») zu heiraten. Komödienhaftes bieten die Panikattacken-Selbsthilfegruppe der Landjugend, das Tupperparty-Lästermaul, der Kinofilm-Wortakrobatiker und nicht zuletzt das kuriose «Pianissimo-Duo» Wieder zieht eine Ruheständlerin die Lacher auf ihre Seite.

Bis die Rockbefestigung bricht

Köstlich zum Hinhören und Hingucken sind schließlich die «drei jungen Tenöre», ehe die Mittelberger Musik anlässlich ihres Wunschkonzertes auch Horst Seehofer bedient. Bei «OSDSD» tauchen so viel tolle Schlagersternchen auf, dass eine Entscheidung unmöglich erscheint.

Bleiben noch der Atem raubende Showteil der Garden und ein «motziger Akardemiker»: Er schimpft über ein paar «Profiblamierer im Bauhof», lästert wegen «manchmal humpenfreudiger Feuerwehrler» und kritisiert das überdimensionale Allzweckgerät der Gemeinde: An der Größe des Traktors könne man erkennen, wie viele Rindviecher wohl dahinter stünden.